Allergie oder Unverträglichkeit? Unterschiede erkennen und angemessen reagieren.

Allergie oder Unverträglichkeit? Unterschiede erkennen und angemessen reagieren.

Leider sind immer mehr Vierbeiner (wie auch Menschen) von Allergien oder Unverträglichkeiten geplagt. Oftmals werden beide Beeinträchtigungen in einem Atemzug genannt. Wir erläutern Unterschiede und geben Ratschläge.

„Mein Hund verträgt das nicht.“

Diese Aussage ist sicher richtig, doch was bedeutet es genau? Reagiert der Vierbeiner auf Futter mit Durchfall oder Blähungen? Oder gibt es Juckreiz oder Hautveränderungen, die erst einmal gar nicht genau zugeordnet und erklärt werden können?

Eine Allergie zeigt sich oft außen

Eine Allergie auf Futter zeigt sich oft im Hautbild, mit Juckreiz zwischen den Zehen, unter den Achseln, im Analbereich, Ohrenentzündungen etc. Was passiert hier? Eine Allergie ist eine extreme und endlose Reaktion des Immunsystems. Ein allergisches Immunsystem reagiert auf den „Eindringling“, eliminiert ihn und bleibt dann in ständiger Alarmbereitschaft, ohne sich (wie im gesunden Zustand) wieder entspannt zurückzuziehen.

Die Unverträglichkeit nimmt meist den gleichen Weg wie das Futter

Sie können eine Unverträglichkeit meist gut feststellen, wenn Ihr Hund ziemlich schnell nach dem Füttern Durchfall bekommt oder Blähungen und pupsen muss. Diese Reaktionen lassen sich auf eine Unverträglichkeit zurückführen.

Ene mene miste … Was ist zu tun?

Der Störenfried muss gefunden werden! Das ist bei einer Unverträglichkeit leichter als bei einer Allergie. Da die Symptome (Durchfall etc.) zeitnah nach dem Fressen auftauchen und gut zugeordnet werden können.

Allergische Reaktionen können noch bis zu 8 Wochen nach dem Verzehr von allergischen Stoffen beobachtet werden. Daher wird bei einer Allergie empfohlen: Ausschlussdiät! Es muss also zuerst eine Proteinquelle gefunden werden, die noch nie gefüttert wurde, gegen die also keine allergischen Reaktionen bestehen können. Hier eignen sich seltene Proteinquellen wie z. B. Pferd, Kaninchenoder Känguru.

Eliminieren!

Da Allergene noch lange nach dem Fressen Reaktionen im Körper auslösen können, sollte die Eliminationsphase 6 bis 8 Wochen dauern. Erst dann sollten Sie eine weitere Proteinquelle testen, empfehlenswert sind Ziege, Lachs oder Schaf. Und nicht nur aufs Futter achten, sondern auch auf die Leckerli, die der Vierbeiner hier und da zugesteckt bekommt! Jede noch so kleine Mengen an Allergenen muss eliminiert werden.

Haken dran?

Jetzt können Sie nach und nach wieder einen Haken an die vertragenen Proteinquellen machen. Wenn eine Proteinquelle nicht vertragen wird, dann sollten Sie wieder eine Eliminationsphase zwischenschalten, bis die Symptome wieder abgeklungen sind (z. B. eine Ohrenentzündung).

Und nicht vergessen: Juckreiz hat viele Ursachen haben.

Nicht jeder Hund, der sich juckt, hat eine Allergie! Sicherlich hat jeder Hund, der sich immer wieder juckt, ein Problem, aber nicht unbedingt eine Allergie. Beobachten Sie Ihren Hund und Ihr Umfeld genau. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Hund auf das neue Ledersofa reagiert, auf einen neuen Farbanstrich, ein Kuscheltier oder eine Pflanze im Garten. Alles ist möglich.

Lassen Sie Profis ans Werk!

Wir können und möchten keinen Tierarzt ersetzen. Daher unsere Bitte: Wenn Sie Bedenken haben und Ihr Hund Symptome zeigt, nicht auf eigene Faust experimentieren, sondern bitte zum Tierarzt. Dort einen ggf. angebotenen Bluttest genau hinterfragen, denn darüber ist eine Allergie meist nur vage auszumachen, oft werden mehr Allergene angezeigt als die, die wirklich Probleme machen.

Sie kennen Ihren Hund am besten, also beobachten Sie genau. Für eine Ausschlussdiät eigenen sich unsere Produkte besonders gut, da immer nur eine Proteinquelle verwendet wird. Und als Snacks haben wir neu auch Strauß, Krokodil oder Springbock im Shop! Wir halten Sie über unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden.

Quelle: Dr. Rüdiger Baba, Schwabach: Vortrag „Allergien – Was wissen wir wirklich?“