Gute Ernährung für Katzen: 5 häufige Fragen – wir antworten.

Gute Ernährung für Katzen: 5 häufige Fragen – wir antworten.

Unsere Samtpfoten sind nicht nur in der Beziehung zu uns Menschen einzigartig und individuell. Auch bei der Ernährung für Katzen müssen bestimmte Fakten beachtet werden. Wir schaffen Klarheit.

1. Wie viel Fleisch muss sein?

Viel, denn die Katze ist ein reiner Fleischfresser (Carnivore) im Gegensatz zum Hund, der ein Allesfresser ist. Daher ist der Fleischanteil im Katzenfutter deutlich höher und sollte bei ca. 95 % liegen. Katzen benötigen einen höheren Gehalt an Protein als andere Haustiere und Fleisch liefert Katzen Protein, das sie gut verwerten können. Und auch Fett ist wichtig für Katzen, da sie selbst keine Arachidonsäure bilden können.

Katzen können gut mit Fleisch

Katzen sind an die optimale Verwertung von Fleisch angepasst, denn sie haben einen sehr kurzen Darm. Das bedeutet aber auch, dass sie keine allzu großen Mengen von Kohlehydraten und Ballaststoffen verdauen können.

2. Gerne Hauptgang mit Beilage? 

In erster Linie brauchen Katzen für eine gute Ernährung viel Fleisch (hoch verdaulich bzw. verwertbar), Knorpel und Knochen, denn im Gegensatz zu Hunden sind sie fast reine Fleischfresser. Denn die Katze benötigt ca. 5 % Ballaststoffe: also Kokosflocken, Flohsamen, Dinkelflocken, Reisflocken etc., die sie in der Natur über das Fell des Beutetiers aufnimmt.

Auch Gemüse darf sein

Wir von Herrmann’s Manufaktur fügen den meisten Katzenmenüs Gemüse wie Karotte oder Kürbis bei für ein ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen. Kleine Mengen an Ballaststoffen sind bei der Ernährung von Katzen gut, um die Darmtätigkeit zu unterstützen; dabei setzen wir neben Gemüse auch auf weitere Ballaststoffe wie Kokosflocken, die leicht verdauliche pflanzliche Fettsäuren bieten.

Auch eine Spur Superfood tut gut

Einige Sorten enthalten ihrer vollwertigen Form das nährstoffreiche Urgetreide Hirse oder das „Gold der Inka“ Quinoa, das ebenfalls durch seine wertvollen Mineralstoffe wieder weit verbreitet ist. Unsere Katzenfutter-Sorten sind vorwiegend glutenfrei.

3. Wie steht es mit dem wichtigen Taurin?

Katzen können im Gegensatz zu Hunden nur sehr wenig Taurin in der Leber bilden. Eine weitere Besonderheit bei der Ernährung von Katzen ist es, dass sie für die Gallensäurebildung ausschließlich Taurin verwenden. Auch eine Unterversorgung mit Eiweiß, also Fleisch, kann bei Katzen schnell zu einem Mangel an Taurin führen.

Ein Taurinmangel kann bei Katzen zu irreversiblen Störungen der Funktion der Netzhaut oder Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führen. Auch Herzveränderungen bzw. Herzprobleme können die Folge sein. Diese können durch die Zugabe von Taurin bei der Ernährung von Katzen auch wieder verbessert werden.

Natürliche Taurin-Quellen

Bei unserem Futter stammt das Taurin in erster Linie aus dem Herzmuskel, aus Fleisch sowie aus Grünlippmuschelpulver und Shrimps. Aller­dings kann es beim Erhitzen des Futters zu Verlusten von Taurin kommen.

Die Laborergebnisse unserer Sorten bezüglich Taurin zeigten, dass es, wie in jedem Naturprodukt, zu natürlichen Schwankungen kommen kann. Um einen ausreichende Taurin-Gehalt in jedem Menü zu gewährleisten, setzen wir Taurin zu.

Dies ist mit den Richtlinien des Erzeugerverband „Biokreis e. V“, dem wir angeschlossen sind, vereinbar, da auch hier Taurin für Katzen eine Ausnahme darstellt.

Sicher, weil es wichtig ist

Damit wir wirklich nichts versäumen, ergänzen wir zur Sicherheit unsere Menüs mit 0,1 % Taurin. Die Reinfleischsorten aus dem Kreativ-Mix bleiben davon unberührt.

4. Nassfutter oder Trockenfutter?

Da Katzen von Wüstentieren abstammen, ist ihr Organismus darauf ausgerichtet, sich die Feuchtigkeit aus der Nahrung zu beziehen, nicht so sehr durch Trinken. Darauf sollte bei der Ernährung von Katzen geachtet werden.

Artgerecht mit Nassfutter ernähren

Somit sind Katzen aus unserer Sicht mit Nassfutter artgerecht ernährt. Mit Nassfutter haben sie die Möglichkeit, Flüssigkeit aus der Nahrung zu beziehen. Dies ist bei Trockenfutter nicht möglich. Wenn die Katzen zum Trockenfutter nicht genug trinkt, kommen Nierenprobleme vor.

Daher haben wir von Herrmann’s Manufaktur kein Trockenfutter für Katzen im Sortiment.

Jederzeit kann man mit getrockneten Leckerlies als Kauspaß für zwischendurch eine Ausnahme machen. Wenn sichergestellt ist, dass mit bei der Ernährung von Katzen ausreichend Feuchtfutter bzw. Wasser der Flüssigkeitsbedarf gedeckt wird. Trockensnacks kann man auch mal in Wasser eingeweicht füttern.

5. Wie viel sollte ich meiner Katze füttern?

Unsere Fütterungsempfehlung:

2. bis 6. Monat 4 – 5 % des Körpergewichts

ab 6. Monat    3 – 5 % des Körpergewichts

Senioren         2 – 2,5 % des Körpergewichts

Katzen sind Individualisten

Natürlich sind dies nur Richtwerte. Es kommt also immer darauf an, ob die Katze Freigänger ist und sich ab und zu oder auch täglich noch eine frische Maus fängt. Oder ist sie eher ein gemütlicher Stubenkater, der sich weniger bewegt und ausschließlich frisst, was in den Napf kommt?

Außerdem hängt die Menge der „Hauptmahlzeit“ davon ab, wie oft Ihr Liebling zusätzlich mit Leckerlis verwöhnt wird, dies müssten Sie in die Gesamtfuttermenge einrechnen.

Lebensalter berücksichtigen

Natürlich haben auch Katzen in jedem Lebensalter unterschiedliche Bedürfnisse: Heranwachsende Kätzchen benötigen für eine optimale Entwicklung bestimmte Nährstoffe: Wichtig ist bei der Ernährung von Katzen ein hoher Protein-Anteil, um den Energiebedarf beim Toben, Spielen und Entdecken zu befriedigen.

Kittenfutter sollte zudem Calcium, Magnesium und Phosphor enthalten, da diese Stoffe wichtig sind für Knochen und Muskeln. Unser Kittenfutter enthält 90 % Bio-Gans plus 5 % Bio-Gänseschmalz verfeinert mit Kürbis, Kokosflocken und Katzenminze: Bio-Kittennahrung Gans

Jung und wild

Wir meinen, ein Katzenkitten und auch die junge Katze brauchen grundsätzlich kein ganz anderes Futter als eine erwachsene Katze, nur der Bedarf an Energie ist höher. Aus diesem Grund kann der Fettanteil des Futters sehr hoch sein (20 %). Daher beinhaltet unser Kitten-Menü eine Extraportion Gänseschmalz!

Senioren sind anders

Besondere Bedürfnisse haben Samtpfoten auch im Alter. Eine optimale Ernährung von Katzen zeichnet sich dann durch einen reduzierten Energiegehalt sowie durch Inhaltsstoffe aus, die den Stoffwechsel anregen und die Zellalterung verlangsamen.

Weil leider viele ältere Tiere mit Nierenproblemen zu tun haben, sollte die Ration für diese Senioren einen geringeren Proteingehalt aufweisen; aber mit hochwertigem Eiweiß, und einen reduzierten Phosphorgehalt. Wir empfehlen Bio-Rind mit Kürbis und Quinoa oder Pferd mit Karotte und Kokosöl.

Natürlich kennen Sie Ihren Liebling am besten und sehen genau, was ihm gut tut!

Viel Spaß beim Ausprobieren, vielleicht mit einem Schlemmerpaket? Hier geht’s zu unserem Sortiment für Katzen.