Voller Geschmack, weniger Schadstoffe – gute Gründe für Bio-Obst und -Gemüse

Voller Geschmack, weniger Schadstoffe – gute Gründe für Bio-Obst und -Gemüse

Bio ist unsere Überzeugung. Und das nicht nur beim Fleisch, sondern auch bei allen anderen Zutaten wie bei Gemüse, Obst, Ölen und Kräutern. Weil es weniger Giftstoffe enthält und nachhaltig wirkt. Und es gibt noch weitere gute Gründe …

Bio ist eine Einstellung

Wir kennen viele Bio-Bauern und Höfe, die sehr gewissenhaft mit Tieren und Landwirtschaft umgehen. Dabei ist klar: Bio macht niemand, um möglichst viel Gewinn zu machen, sondern aus einer inneren Haltung heraus. Unsere Bauern möchten, dass das Obst und Gemüse noch genauso wachsen darf, wie früher im Garten oder bei der Oma. Ohne Spritzmittel und Chemie, nicht auf maximalen Ertrag getrimmt, sondern natürlich, wie es die Natur uns gab.

Dies hat auch seine Schattenseiten: Man ist von der Natur abhängig und kann nicht mit speziellem „Power-Dünger“ nachhelfen, weil es nicht den Bio-Richtlinien entspricht. Doch die Bio-Landwirte halten sich gerne an die strengen Kontrollen von „bio“ und der EU-Öko-Verordnung. Die meisten sind sogar noch weiteren Verbänden angeschlossen, die noch strengere Auflagen machen wie Bioland, Demeter, Naturland oder Biokreis.

Sogar Affen würden bio kaufen

Streng kontrollierte Bio-Ware hält, was sie verspricht: Bio-Obst und -Gemüse enthält deutlich weniger Rückstände aus chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln als konventionelle Ware. Das zeigten Untersuchungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Gerade zur Verlängerung der Haltbarkeit werden im konventionellen Bereich oft Chemikalien eingesetzt.

Bei bestimmten Gemüsesorten wurde im herkömmlichen Anbau im Schnitt das 150-Fache an chemischen Rückständen gefunden im Vergleich zu Bio-Gemüse. (Das ergaben Untersuchungen der Lebensmittelüberwachungsbehörde des Landes Baden-Württemberg im Jahr 2013).

Das merken auch Affen, wie das Experiment der Universität Kopenhagen zeigte: Affen im Kopenhagener Zoo aßen Bio-Bananen mit Schale, also ohne sie zu schälen. Jedoch konventionelle Bananen schälten sie vor dem Verzehr. Gerade bei Bananen sind chemische „Duschen“ sehr häufig, um Schädlinge fern zu halten und die Früchte gut über den langen Transportweg zu bringen.

Der Verzicht auf chemischen Dünger hat großes Gewicht

Meist ist Bio-Gemüse weniger mit Nitrat belastet, weil Bio-Bauern anders düngen. Chemisch-synthetische Stickstoff-Dünger sind grundsätzlich in der Bio-Produktion verboten. Diese sind zwar sehr effektiv, doch verbrauchen sie bei der Herstellung viel Energie und können Grundwasser sowie Gewässer belasten. Somit ist ein Verzicht auf synthetischen Dünger auch ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Stattdessen düngen Bio-Bauern ihre Felder mit organischen Düngern wie Mist oder Kompost aus dem eigenen Betrieb. So wird mehr Humus aufgebaut zur Düngung des Bodens. Er ist nicht nur Nährboden für Insekten, sondern bindet auch das Kohlendioxid in den Böden und entlastet somit die Umwelt.  

Mehr Zeit für mehr Geschmack

Bio-Ost und -Gemüse bekommt mehr Zeit zum Wachsen. Das Ergebnis: Es enthält weniger Wasser und schmeckt daher intensiver. Wie früher bei Oma im Garten. Im konventionellen Bereich werden Obst und Gemüse oft frühzeitig geerntet, um dann in Containern auf der langen Reise zu uns in die Supermärkte nachzureifen. Das ist dem Geschmack natürlich nicht zuträglich. Außerdem verbrauchen Kühlcontainer und Frachtschiff oder Flugzeug viel Energie, so kommt dieses Gemüse mit einem großen CO2-Fußabdruck in unseren Einkaufskorb.

Neben dem intensiveren Geschmack soll Bio-Obst und -Gemüse auch mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Doch sind diese Stoffe auch vom Boden und von der Sorte abhängig, so dass ein Vergleich schwierig ist. So haben beispielsweise saure Äpfel wie Jonagold, Boskop oder Braeburn mehr Vitamin C als süße wie Cox Orange oder Golden Delicious.

Nachhaltig durch abwechslungsreiche Landwirtschaft

Um die natürliche Produktivität des Bodens zu erhalten, wird bei Bio-Höfen großer Wert gelegt auf den Fruchtwechsel. Das bedeutet, dass auf den Feldern nacheinander möglichst unterschiedliche Pflanzen angebaut werden, damit der Boden sich jeweils regenerieren kann. Diese bedachtsame Vorgehensweise schont die Natur für die nachfolgenden Generationen auf natürliche Weise.

Bio-Produkte sind meist aus der Region und daher nachhaltiger, weil sie keine langen Lieferwege hinter sich haben und nicht in Kühlcontainern um die halbe Welt fahren. Zudem werden die heimischen Landwirte, regionale Arbeitsplätze und transparenten Lieferketten in der Region unterstützt. So beziehen auch wir unser Bio-Gemüse und Obst möglichst von Anbietern aus der Region.

Streng kontrollierte Bio-Qualität

Jeder Bio-Betrieb wird einmal pro Jahr von der jeweiligen Zertifizierungsstelle strengen Kontrollen unterzogen. Darauf kann sich jeder verlassen. Hier wird die gesamte Landwirtschaft unter die Lupe genommen und geprüft, ob alle Kriterien in Tierhaltung und Fütterung sowie in Düngung und Verarbeitung eingehalten werden.

Verboten ist auch der Einsatz von Gentechnik. So werden keine gentechnisch veränderten Lebensmittel erzeugt und auch bei der Fütterung von Bio-Tieren darf kein

gentechnisch verändertes Futter verwendet werden. Bio-Produkte dürfen außerdem nicht ionisierend bestrahlt werden und es sind weniger Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen (nämlich nur rund 50 statt über 300).

Diese Gründe sprechen eine deutliche Sprache und sagen uns, dass wir mit Bio-Obst und -Gemüse eine sehr gute Wahl treffen. Daher ist uns neben dem verwendeten Bio-Fleisch auch die Bio-Qualität der übrigen Zutaten sehr wichtig.

Mehr zu den Kriterien der Bio-Haltung von Tieren erfahren möchten, lesen Sie unseren Blog-Artikel „EU-Bio? Biokreis? Artgerecht? – eine Frage der Haltung“

Veggie-Tag beim Hund?

In unseren Menüs für den Hund haben wir uns für einen Fleischanteil von 50 % entschieden, gemäß gängigen Empfehlungen und Meinungen führender Ernährungswissenschaftler. Die andere Hälfte besteht aus Obst oder Gemüse, Kohlenhydraten wie Hirse, Reis oder Kartoffeln und Ölen.

Nun kommt immer öfter die Frage auf, ob man auch den Hund vegan ernähren kann oder wenigstens einen Veggie-Tag in der Woche einführen sollte. Denn auch viele Hundehalter haben sich inzwischen entschlossen, ganz auf tierische Lebensmittel zu verzichten. (Für Katzen kommen solche Erwägungen aus unserer Sicht nicht in Frage, da Katzen Fleischfresser sind. Ihr Darm ist nicht auf die Verdauung von Gemüse ausgelegt.)

Wir haben uns dazu bereits 2015 Gedanken gemacht und ein veganes Menü herausgebracht.

„Bio Veggie mit weißer Süßlupine Dinkel und Gemüse“

Zusammensetzung:
12 % Bio Lupine
10 % Bio Dinkel
Bio Karotten
Bio grüne Bohnen
Bio Petersilie
Bio Nachtkerzenöl

Dieses rein pflanzliche bzw. vegane Menü Bio Veggie, das auf weißer Süßlupine basiert, haben wir in erster Linie für Vierbeiner kreiert, die aus gesundheitlichen Gründen weniger Fleisch zu sich nehmen sollten oder purinarm ernährt werden müssen.

In Alternativen denken

Wir haben an einer Lösung gearbeitet, wie die Eiweißquelle Fleisch alternativ und vor allem natürlich mit pflanzlichen Mitteln ersetzt werden kann. Und wir entschieden uns für die Süßlupine – eine Hülsenfrucht, die einen hohen Proteingehalt hat. Zudem soll die Süßlupine einen hohen Gehalt an Vitamin B12 haben; und die B-Vitamine sollten bei einer fleischlosen Ernährung immer im Auge behalten werden.

Die Kombination mit Dinkel und Bohnen ergibt dabei eine hohe Eiweißwertigkeit. Sinnvoll ergänzt mit Karotte, Petersilie und dem gesunden Nachtkerzenöl haben wir ein Menü entwickelt, das Ihren Vierbeiner bekömmlich und ohne tierische Produkte ernährt.

Auch das Fett der Lupinensamen ist hochwertig. Alle Produkte dieser Hülsenfrucht gelten als basische Lebensmittel, sind purinarm und reich an Proteinen, Mineralstoffen, Ballaststoffen sowie wertvollen Vitaminen. Allerdings empfehlen wir bei veganer Fütterung Ihrer Vierbeiner eine Absprache mit dem betreuenden Tierarzt.

Fleischanteil pro Mahlzeit individuell bestimmen mit dem Kreativ-Mix

Statt einer strikt veganen Ernährung für den Hund wäre auch eine Reduzierung des Fleischanteils denkbar. Dies ist sehr einfach mit unserem Kreativ-Mix umzusetzen, der alle Zutaten einer guten Hundemahlzeit einzeln für individuelle Rezepturen zur Verfügung stellt. Rezepte zum Kreativ-Mix gibt’s hier im Blog.

Fazit:

Sie sehen: Bio-Lebensmittel werden mit mehr Zeit, Mühe und Leidenschaft erzeugt. Dafür bieten Sie mehr Geschmack, weniger Wasser und sind ohne Pestizide, Giftstoffe oder Gentechnik. In der Tierwirtschaft leben beispielsweise die Bio-Hühner doppelt so lange wie die konventionellen und können sich frei an der frischen Luft bewegen. Das hat natürlich positive Auswirkungen auf das Fleisch in enger gewachsenen Muskelstrukturen und weniger Wasser.

Insgesamt macht mehr Leidenschaft und Sorgfalt aber auch mehr Arbeit und mehr Kosten. Doch wir finden, das ist der einzig richtige Weg im Sinne einer guten, nachhaltigen Ernährung bei Mensch und Tier sowie zum Erhalt der Umwelt für Generationen. Und wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen, dass Sie seit 13 Jahren diesen Weg mit uns gehen.

Einkaufs-Tipp: Obacht beim „dreckigen Dutzend“:

Bio lohnt sich besonders beim sogenannten „dreckigen Dutzend“, also 12 Lebensmittel, die im konventionellen Bereich besonders stark mit Pestiziden belastet sind: Dazu gehören beim Obst Erdbeeren, Nektarinen, Äpfel, Pfirsiche, Birnen, Kirschen, Weintrauben und beim Gemüse Spinat, Sellerie, Tomaten, Paprika und Kartoffeln.

Quellen:

https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/biolebensmittel-besser-essen-3084302.html

https://eatsmarter.de/ernaehrung/gesund-ernaehren/alles-ueber-bio-lebensmittel

https://eatsmarter.de/ernaehrung/bio-lebensmittel/enthaelt-bio-weniger-schadstoffe

https://ec.europa.eu/info/food-farming-fisheries/farming/organic-farming/organic-production-and-products_de#productscoveredbyeuorganicsrules

https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-ist-bio-auch-gesuender,RbxDsR3

http://www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/lebensmittelproduktion/gesunde-lebensmittel.html

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