Die richtige Ernährung für alte Katzen – unsere 7 Experten-Tipps

Die richtige Ernährung für alte Katzen – unsere 7 Experten-Tipps

Wenn der Seelenkater nicht mehr auf seinen Lieblingsplatz springt oder unschlüssig vor seinem Lieblingsfutter sitzt … Dann müssen wir gut hinsehen und auf unsere Tiere achten. Wie mache ich meiner alten Katze das Alter so angenehm wie möglich? Wir geben Tipps.

Das Alter macht auch vor unseren eleganten Samtpfoten nicht Halt. Und auch diese spüren die Jahre auf unterschiedliche Weise.

Ähnlich wie beim Menschen können sich gewisse Krankheiten einnisten wie Arthrose in den Gelenken, Herzkrankheiten, Niereninsuffizienz oder Diabetes Mellitus und auch der Geruchssinn wird schwächer.

Doch Sie können viel tun, um Ihrem Seelengefährten das Altern so angenehm wie möglich zu machen.

1. Die Lieblingsplätze für alte Katzen „barrierefrei“ gestalten

Wenn die Katze durch Gelenkschmerzen nicht mehr so gut springen kann, dann sollte das Lieblingskörbchen eine Ebene weiter unten liegen oder eine Rampe auf die Heizung zum Lieblingsplatz gebaut werden. Natürlich sind warme Orte für die meiste Zeit des Jahres sehr angenehm, gerade wenn das Schlafbedürfnis immer größer wird. In heißen Sommern sollte man eher an einen Ort nahe dem Fliesenboden denken oder Ähnliches.

Auch die Katzentoilette sollte einen niedrigeren Einstieg haben, damit die Katze auch hier keine Schmerzen hat.

2. Weniger Futter, aber nicht an den wichtigen Nährstoffen und Proteinen sparen:

Jede Katze ist im Alter weniger aktiv als früher. Somit haben Katzen im Alter auch keinen so großen Bedarf mehr an Futter, da sonst Übergewicht droht. Doch bitte nicht einfach weniger füttern, sondern auf hochwertige Proteine achten. Diese sind leichter verdaulich und stärken die Muskeln. Das ist wichtig im Alter.

Wir raten, fettreiches Fleisch zu füttern, denn dies liefert viel Energie auch bei geringerer Futtermenge (wenn Ihre Katze nicht mehr so viel essen möchte). Geeignet sind Hochrippe oder Kopffleisch vom Rind, Fischöl oder Lebertran.

Auch wichtige Nährstoffe sollten weiterhin gegeben werden. Hier können Sie auf unsere Kräutermischung für Katzen zurückgreifen, die einen ausgewogenen Nährstoffmix enthält. Gerade im Alter kann man somit einfach auf alle wichtigen Nährstoffe achten. Welche wichtigen Nährstoffe und Enzyme in der Mischung enthalten sind und wie sie wirken, haben wir hier in unserem kleinen Kräuter- und Pflanzenlexikon erläutert.

3. Mehrere „warme“ Mahlzeiten und immer frisches Wasser.

Da der Geruchssinn bei vielen älteren Katzen nachlässt, „erkennen“ sie ihr Lieblingsgericht nicht mehr. Oft kann helfen, das Futter leicht auf Körpertemperatur zu erwärmen oder mit warmem Wasser etwas anzurühren.

Da der Appetit weniger wird und der Stoffwechsel in Rente geht, sind mehrere Mahlzeiten am Tag günstig, so dass die Rentner-Katze immer wieder mit frischem Futter zum Essen ermuntert wird. Sonst droht Gewichtsverlust., das ist nicht gut bei älteren Katzen.

Und da die Katze sich vielleicht nicht mehr so viel bewegt und auch das Schlafbedürfnis mehr wird, sollten Sie ggf. mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilen, damit Ihr Seelengefährte auch genug trinkt. Das ist ganz wichtig. Vielelicht ist auch ein Trinkbrunnen eine gute Idee?

4. Zahnprobleme bei alten Katzen?

Leider haben auch viele ältere Katzen Probleme mit den Zähnen. Daher ist es wichtig, diese beim Tierarzt untersuchen zu lassen. Sollten schon einige Zähne gezogen werden müssen, bitte das Futter entsprechend umstellen. Und keine Angst, Katzen können auch ohne Zähne sehr gut fressen, sie benutzen ihre Zähne beim Fressen von weichem Katzenfutter sowieso wenig, sondern brauchen sie eher, um die gefangene Maus zu zerlegen. Das Nassfutter von Herrmann’s Manufaktur ist weich und kann somit sehr gut gefressen werden. Vielleicht ist eine Gewöhnung an weiches Futter „prophylaktisch“ sinnvoll?

Wir sind kein Fan von herkömmlichem Trockenfutter, auch wenn wir wissen, dass einige Katzen nichts anderes fressen. Doch um den Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten, müsste eine Katze, wenn sie 100 g Trockenfutter frisst, ca. 400 ml Wasser dazu trinken. Das ist wohl fast unmöglich bei alten Katzen. Zudem sind die Proteine im Trockenfutter meist nicht hochwertig, sondern so verarbeitet, dass keine guten Nährstoffe übrig sind. Versuchen Sie besser Nassfutter bzw. eine langsame Umstellung auf Nassfutter oder Trockenfutter in Wasser eingeweicht.

Zum Ausprobieren von hochwertigem Nassfutter eignen sich unsere Schlemmerpakete Katzenfutter sehr gut.

5. CNI? Niereninsuffizienz? Phosphor im Futter reduzieren.

Das Verhältnis von Calcium und Phosphor im Futter ist ganz wichtig und wir haben dazu bereits einen Blog-Artikel verfasst. Im Alter sollte der Phosphorgehalt bei Katzen reduziert werden, da Phosphor die Nieren schädigen kann. Leider entsteht bei vielen älteren Katzen eine Niereninsuffizienz, das heißt, dass die Nieren nicht mehr so gut arbeiten, daher ist es wichtig, hier vorzusorgen – selbstverständlich immer in Absprache mit dem Tierarzt.

Um Phosphor zu reduzieren, sollten Innereien (vor allem Leber) reduziert werden, da diese viel Phosphor enthalten. Ebenso keine bindegewebsreichen Produkte füttern, kein Trockenfleisch oder Trockenfutter.

Von unseren Menüs sollten Produkte ohne Geflügel bevorzugt gefüttert werden.

Und bitte je nach Grad der Erkrankung immer den Tierarzt hinzuziehen, ggf. ist ein Phosphatbinder angeraten.

6. Übergewicht vermeiden, es kann zu Herzkrankheiten und Diabetes führen.

Sicherlich möchte man sein Tier verwöhnen, gerade im Alter. Und oft sind die Vorlieben so einseitig, dass man immer wieder ein Auge zudrückt. Doch mit Übergewicht tun Sie Ihrer Samtpfote keinen Gefallen, denn durch Übergewicht sind die Gelenke noch stärker belastet und auch das alte Herz ist stärker gefordert. Zudem kann Diabetes entstehen, genauso wie beim Menschen im Alter. Das führt alles dazu, dass der Stoffwechsel noch träger wird oder ganz aus der Bahn gerät und die Organe nicht mehr richtig versorgt werden und nicht richtig arbeiten.

7. Mit Senior-Katzen regelmäßig zum Tierarzt!

Katzen lassen sich Krankheiten meist kaum anmerken, daher sollten Sie gerade im Alter darauf achten, dass ein Tierarzt regelmäßig (halbjährlich wäre unsere Empfehlung) Ihren Liebling genau untersucht, damit es keine unentdeckten Leiden gibt.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Liebling noch viele schöne Jahre!

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