Wie viel Futter braucht mein Tier?

Wie viel Futter braucht mein Tier?

Immer wieder erreichen uns Fragen zur Fütterungsempfehlung von Hunden und Katzen. Natürlich ist das ein Thema, das sehr individuell betrachtet werden muss, je nach Rasse, Alter und Aktivität. Aber wir können Richtwerte geben. Und weitere Tipps zur Fütterung.

Futtermenge berechnen – Richtwerte

Natürlich will jedes Frauchen und Herrchen nur das Beste für den Liebling. Und gerade wenn der Hund immer bettelt oder die Katze ständig miaut, fragt man sich, ob die Futtermenge richtig bemessen ist.

Unsere Fütterungsempfehlung ab dem 2. Monat sieht wie folgt aus, die Werte beziehen sich auf eine Tagesration, die in mehreren Mahlzeiten über den Tag verteilt gefüttert werden sollte:

Dies sind Richtwerte, denn schon die Rasse macht einen Unterschied: So brauchen kleine Rassen (= 1 bis 15 kg Körpergewicht) ca. 4 – 5 Prozent mittlere Rassen (16 – 30 kg Körpergewicht) brauchen ca. 3 Prozent und große Rassen (ab 31 kg) brauchen ca. 2 Prozent.

Und auch bezüglich Alter, Körpermasse und Aktivität haben unsere kleinen Feinschmecker einen unterschiedlichen Bedarf an Energie und Nährstoffen (hauptsächlich auch bei Calcium und Phosphor, dazu haben wir einen eigenen Blog-Beitrag verfasst).

Beachten Sie auch, dass unserer Menüs wie selbst gekocht zu verstehen sind, daher also auch in der Nährstoffzusammensetzung und Energie leichte Unterschiede aufweisen.

Welpen wachsen ganz verschieden

Natürlich sind Hundewelpen sehr aktiv und haben schon daher einen erhöhten Bedarf an hochwertigem Eiweiß sowie weiteren lebenswichtigen Nährstoffen. Natürlich dürfen sie etwas mehr zu sich nehmen als ausgewachsene Hunde.

Denn das Wachsen ist ein wichtiger und kräftezehrender Prozess und eine Tagesration von 3 – 5 Prozent (bei Nassfutter) ihres Körpergewichts bringt Welpen gestärkt durch den aufregenden Tag. Doch ist jeder Welpe individuell zu betrachten, bitte besprechen Sie sich zur Fütterung auf jeden Fall mit Ihrem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Züchter.

Aber bitte nicht zu gut meinen!

Es ist immer zu beachten, dass Welpen nicht zu viel Energie erhalten. Und auch Kauartikel und Leckerli müssen in die Tagesportion eingerechnet werden. Wichtig ist, dass die Kleinen eine normale Gewichtsentwicklung vollziehen und nicht unnatürlich schnell wachsen. Dies könnte insbesondere bei den großen und schnell wachsenden Rassen dauerhafte Schäden nach sich ziehen. Legt ein Hund zu schnell an Gewicht zu, kann der Körperbau nicht optimal reifen und Lahmheiten sowie Skelettprobleme könnten die Folge sein.

Erwachsene Hunde und Senioren

Ausgewachsenen Hunden reicht eine Tagesration von 2 bis 5 Prozent (bei Nassfutter) ihres Körpergewichts, je nach Aktivität. Kleine Rassen sind übrigens früher erwachsen als große. Während kleine Hunde bereits nach 10 bis 12 Monaten ausgewachsen sind, dauert das bei großen Rassen bis zu 2 Jahren.

Wenn der treue Begleiter „ins Alter kommt“, empfiehlt sich eine Tagesration von 2 – 3 Prozent seines Körpergewichts (Nassfutter). Denn genauso wie bei uns Menschen, wird auch der Stoffwechsel von Hunden mit dem Alter langsamer. So benötigt der Hund nun zwar insgesamt weniger Futter, dafür jedoch noch immer hochwertiges Eiweiß, um einem Muskelabbau vorzubeugen.

Was naschen Katzen?

Die Samtpfoten dürfen etwas mehr schlemmen. Aber auch hier gilt, dass Jungtiere auf eine größere Tagesportion (3 bis 5 Prozent ihres Körpergewichts) angewiesen sind als ihre älteren Artgenossen: Ausgewachsene Katzen benötigen 3 bis 3,5 Prozent und Senioren 2 bis 2,5 Prozent ihres Körpergewichts.

Natürlich kommt es bei Katzen ebenso auf die Aktivität an. So ist leicht einzusehen, dass Freigänger mehr Energie brauchen, gerade auch im Winter, als Wohnungskatzen. Und selbstverständlich ist auch bei unseren Samtpfoten eine Ausgewogenheit der Nährstoffe wichtig. Vor allem benötigen sie Taurin, da ihr Körper dies nicht selbst bilden kann. Wir haben einen ausführlichen Artikel der Ernährung von Katzen gewidmet.

Katzen-Kitten brauchen Protein

Ein Katzenkind braucht nach unserer Auffassung eigentlich kein anderes Futter als eine erwachsene Katze, nur der Bedarf an Energie ist viel höher. Der Fettanteil des Futters darf also sehr hoch sein (20 %). Daher beinhaltet unser Kitten-Menü eine Extraportion Gänseschmalz! Die Futtermenge sollte auf mehrere (bis zu 6) Portionen am Tag aufgeteilt werden.

Unser Sortiment

Für Hunde bieten wir zahlreiche Menüs aus den Linien Classic und Selection an. Bei Selection wird zur leichteren Orientierung nach verschiedenen Gruppen wie Welpe, Erwachsen, Sensibel sowie Leicht oder Vegan unterschieden.

Die Welpenmenüs heben sich z. B. dadurch ab, dass sie einen höheren Fleischanteil haben, da Welpen einen erhöhten Proteinbedarf haben. Grundsätzlich eignen sich alle Menüs für alle Hunde ab dem 2. Monat.

Trockenfutter – nicht so ganz unser Ding

Wir bieten Trockenfutter nur für Hunde an. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass ausschließlich getrocknetes Fleisch und beste Biozutaten verwendet werden. 

Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksverstärker etc., die allergische Reaktionen auslösen können, sind auch hier nicht enthalten. 

Unser Trockenfutter ist auf Müsli-Basis, d. h. alle Komponenten werden separat mittels Warmluft schonend getrocknet. Zum Füttern wird das Futter mit Wasser wieder eingeweicht und quasi wieder zum Nassfutter. 

Für unsere Haustiger ist Trockenfutter generell eher ungeeignet und daher auch nicht in unserem Herrmanns Manufaktur Sortiment vertreten. Denn Katzen beziehen entsprechend ihrer Rasseherkunft ihren Flüssigkeitsbedarf aus der Nahrung. Dies ist bei Trockenfutter nicht möglich, die Katze ist aber nicht daran gewöhnt, im benötigten Maß Wasser zusätzlich zu trinken. 

Tipps zur Fütterung

  • Grundsätzlich sollte Nassfutter, egal ob für Hund oder Katze, bei der Fütterung Zimmertemperatur besitzen sollte, um den Magen des Vierbeiners nicht unnötig zu belasten.
  • Angebrochene Dosen können bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Jedoch sollten sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden damit sie beim Füttern Zimmertemperatur haben. Sollte der Doseninhalt innerhalb von drei Tagen nicht aufgebraucht werden, kann das Futter problemlos portionsweise eingefroren werden.
  • Welpen sollten die Proteinquellen schrittweise kennenlernen, also nicht gleich zu viel Abwechslung auf den Tisch bringen. Und bitte Pferd und die exotischen Proteinquellen meiden. Sollte im Lauf des Hunde-Lebens eine Ausschlussdiät wegen einer Unverträglichkeit nötig sein, so müssen dafür Proteinquellen vorhanden sein, die der Hund noch nie gefressen hat.
  • Ein letzter Hinweis: Bitte verstehen Sie unsere Empfehlungen als Richtwerte. Sie kennen Ihren Vierbeiner und seine Aktivität selbst am besten. Außerdem hängt die Menge der „Hauptmahlzeit“ davon ab, wie oft zusätzlich Leckerli wie feinsten Bio-Hühnerstreifen oder Hüttenkäseherzen gefüttert werden.

Wenn Sie eine individuelle Fütterungsempfehlung benötigen, sind wir unter der E-Mail-Adresse beratung@herrmanns-manufaktur.com gerne behilflich.

Auch diese Themen zur guten Ernährung haben wir in unserem Blog bereits für Sie vorbereitet:

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